Umsetzung und Anwendung

LSVD begrüßt die Erweiterung der Genderoption bei Facebook

Stand 04. September 2014 

Die Genderoption bei Facebook Deutschland war bislang auf die Kategorien „weiblich/männlich“ beschränkt. Ab heute sind über 50 userdefinierte Einstellungen möglich. Dazu erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Wie viele Menschen sind anders? Jede und jeder. Diversität lässt sich nicht mit einem Schema aus nur zwei Kategorien darstellen. Facebook greift diese Notwendigkeit auf, und setzt damit für soziale Netzwerke neue Standards. Gerade Verschiedenheiten im Genderausdruck brauchen angemessene Begrifflichkeiten. Der LSVD hat sich daher über die Anfrage von Facebook Deutschland gefreut, das Unternehmen bei der Erweiterung der Einstellungen für Geschlecht zu beraten.

Dabei haben wir uns nicht auf die Übersetzung der schon in der englischen Spracheinstellung angebotenen Termini beschränkt, sondern auch Begriffe wie butch und femme sowie Selbstbezeichnungen für Inter* und Trans* vorgeschlagen.

Mehr:

http://www.lsvd.de/newsletters/newsletter-2014/geschlechtervielfalt-online.html

Bunt statt grau - Dynamik pur

- die Frage nach der richtigen Bezeichnung und Anrede

Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession stellt an sich den Anspruch der Offenheit, der Toleranz und Akzeptanz sowie der Inklusion. In den letzten drei Ausgaben hatte ich die Situation des LGBT Bereiches in drei verschiedenen Reporten beschrieben.

Die Alice Salomon Hochschule, als Gastgeberin unseres diesjährigen Berufskongresse für Soziale Arbeit, hat in ihrem Verständnis bereits Abstand genommen von der Zuordnung der Toiletten nach Mann und Frau und zum Teil allgemein Gender - Toiletten eingeführt. In den Rückmeldungen zur Auswertung des 3. Berufskongresses wurde angemahnt, dass wir im Fragebogen auch das Dritte Geschlecht berücksichtigen sollten.

Zusammen mit Anette Plewka von der Frauenvertretung des DBSH ergriff ich am Rande des Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages in Berlin die Chance mit Vertretungen aus der Peer-Group die Thematik zu besprechen. Wie begrüßen wir zukünftig, wenn u.a. das Dritte Geschlecht berücksichtigt werden soll? Wie ist die Ansprache im Schriftverkehr? Fragen über Fragen.

Beim Versuch Antworten zu finden wurde es dann schwieriger, was ich an einem konkreten Beispiel aufzeigen möchte. Hatte ich im letzten Jahr noch drei Reporte zu LGBT (Abkürzung für  Lesbian, Gay, Bisexual und Trans) geschrieben, so hat sich die Abkürzung mittlerweile in Teilen der Community bereits in LGBTIQ (Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual, Trans, Inter und Queer) verändert, um auch weiteren Gruppen der Community die Möglichkeit der Emanzipation und des Erscheinens in der Öffentlichkeit zu geben.

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