Menschenrechte/Internationales

Hier finden Sie alle Stellungnahmen des DBSH zu den Themen "Menschenrechte und Internationales". Alle Texte stehen Ihnen zudem als Download zur Verfügung.

Die jeweiligen aktuellen Ansprechpartner_innen finden sich hier.

Kann Soziale Arbeit im Rahmen von Abschiebungen stattfinden?

Stand März 2017 

In einem Positionspapier nimmt der Bundesvorsitzende des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. (DBSH), Michael Leinenbach, klar Stellung.

Soziale Arbeit im Visier von Rechtsextremen

Hass - Mails bestärken Solidarität im DBSH

Stand Februar 2016 

Bereits mit seiner Erklärung "Wehret den Anfängen" zur Migrations- und Flüchtlingspolitik vom Juli 2015 hatte der DBSH auf die Bedeutung der Menschenrechte angesichts der aktuellen Entwicklungen hingewiesen. Wie treffend dieser Titel der Erklärung knapp ein halbes Jahr später ist, zeigen die aktuellen "Hass-Mails" mit rechtsextremen Hintergrund, die immer häufiger im DBSH eingehen und selbst uns in ihrer Deutlichkeit überraschen.

In diesen Mails werden Sozialpädagog_innen beispielsweise als „verdammte Hochverräter“ bezeichnet. Für den Fall einer erhofften „Machtübernahme“ wird eine gewaltsame „Abrechnung“ mit den Angehörigen der Profession angedroht.

Wir erleben aktuell eine gesellschaftliche Veränderung, in der Hetze, Gewaltandrohungen und vollzogene Straftaten zur Tagesordnung werden. Ein politischer Diskurs soll durch ein Klima der Angst unterbunden werden. In Teilen unterscheidet sich diese Entwicklung von der Situation der 1930er Jahre nur noch durch die Kommunikationswege und –medien, nicht jedoch in ihren Inhalten und ihrer Intention.

Gute Staatsführungen braucht die Welt, nicht TPP, TTIP und TISA

Stand August 2015

Übersetzung: avenirsocial

Stellungnahme des International Federation of Social Workers IFSW vom 27. August 2015

Die US geführten globalen Handelsabkommen TPP, TTIP und TISA*, die von vielen
Ländern geheim verhandelt werden, bedrohen die Grundlagen von Demokratie,
Lebensstandard und Wohlbefinden aller Völker. Für Sozialarbeiterinnen und
Sozialarbeiter von spezieller Bedeutung ist, dass die Abkommen direkt die Rechte von
Menschen tangieren, die auf Unterstützung und Betreuung durch Soziale Dienste
angewiesen sind.

Griechenland – eine Krise, die auch uns angeht!

SozialarbeiterInnen fordern soziale Mindeststandards für ganz Europa

Stand März 2015

Mit Erstaunen blickt Europa auf den Ausgang der Wahlen in Griechenland. Der neue Präsident Tsipras kündigte die Zusammenarbeit mit der sogenannten Troika auf und will einige der Kürzungen im Bereich von Personal und Verwaltung rückgängig machen. Dies führt verständlicherweise dann zu Irritationen, wenn die „deutschen Steuerzahler“ vermeintlich für die Folgen der Krise in Griechenland eintreten müssen, weil in diesem Land „die Reichen keine Steuern zahlen müssen“, oder zu viele Beamte beschäftigt würden, zu früh in Rente gegangen werde oder Renten zu hoch seien.

Diese öffentliche Wahrnehmung und die Empörung deutscher Politiker werden der Situation der Menschen in Griechenland jedoch nicht gerecht.

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Stellungnahme zu Griechenlandkrise 2015 422 kB Stellungnahme zu Griechenlandkrise 2015

DBSH mahnt die Gesellschaft zur Besonnenheit und fordert die Ablehnung jeglicher Diskriminierung und Gewalt

Stand Januar 2015

In der aktuellen deutschen und europäischen gesellschaftlichen Debatte zu sozialen Fragestellungen und eines möglichen Rechtsruckes in unserer Gesellschaft  mahnt der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) die Politik aber auch die Bevölkerung zur Besonnenheit und fordert die Ablehnung jeglicher Diskriminierung und Gewalt.

Der DBSH sieht in den derzeitigen gesellschaftlichen Protestbewegungen und Reaktionen den Ausdruck von Ängsten. Ursache für diese sind aus Sicht des DBSH die bereits seit Jahren vorherrschende einseitige Orientierung aller Maßnahmen an Wirtschaftlichkeit und der gleichzeitige Abbau von Sozialen Leistungen für die Bürger_innen.

Mehr dazu:

Beschreibung: Dateigröße: Download:
Stellungnahme: Mahnung zur Besonnenheit 189 kB Stellungnahme: Mahnung zur Besonnenheit

Stellungnahme von TASW zu den Vorgängen in der Türkei

Stand Juni 2013

Der DBSH  ist besorgt über die Situation in der Türkei und im besonderen in Istanbul. Er erklärt seine Unterstützung mit den türkischen KollegInnen und dem türkischen Sozialarbeiterverband (TASW). Er solidarisiert sich  mit ihrer Erklärung zur Situation in Istanbul!

Erklärung des TASW:

http://ifsweurope-ifsweurope.blogspot.de/2013/06/declaration-by-turkish-association-of.html

An die Öffentlichkeit und an die Presse:

Das Recht an Entscheidungsprozessen im städtischen Raum teilnehmen zu können, nämlich zum Projekt, das am Taksim-Platz in Istanbul errichtet werden soll,  wurde von der Stadtverwaltung von Gross-Istanbul nicht berücksichtigt. Anti-Demokratische Strategien erhielten die Oberhand. Es gab keine Möglichkeit zuzuhören und die Sichtweisen der Menschen vor Ort in Istanbul zu verstehen. Im Laufe dieses Prozesses entschieden die Menschen, von ihrem konstitutionellen/demokratischen Recht Gebrauch zu machen, indem sie demokratische, friedliche Versammlungen organisierten, um ihren Stimmen Gehör zu verschaffen. 

Als SozialarbeiterInnen kritisieren wir alle illegalen Praktiken, einschliesslich  der Polizeibrutalität gegen Menschen, die gegen die Zerstörung des letzten grünen Gebietes, genannt "Gezi Park" protestieren und sehen dieses Vorgehen ganz klar als Verletzung der Menschenrechte.

Als PraktikerInnen der Sozialarbeits-Profession, die sich als Menschenrechtsprofession versteht, tragen wir die Anstrengungen unserer BürgerInnen, die Umwelt zu schützen, mit. Gestützt auf unser professionelles Wissen und auf die professionellen ethischen Prinzipien unterstützen wir Menschen, die sich für Umweltrechte einsetzen.

Wir informieren die Öffentlichkeit, dass SozialarbeiterInnen bereit sind für unsere BürgerInnen, die an den Protesten beteiligt sind,  psycho-soziale Unterstützung bereit zu stellen. Eine Gruppe von SozialarbeiterInnen der Istanbul-Abteilung von TASW wird während der Proteste auf dem Taksim Platz  präsent sein.

Wir erklären hiermit unsere Besorgnis, da Gewalt ein vorherrschendes Element  in diesem Prozess zu werden scheint.

Die lokalen Behörden sollten für die an den Protesten beteiligten Menschen Rettungsdienste, Ambulanzen bereit stellen.

Mit unseren Empfehlungen

TASW Hauptquartier - Ankara, 31.05.2013

(Übersetzung Maria Moritz)

Stellungnahme des IFSW zu den Schweige- und Protestmarsch in Malta

Stand Juni 2013

Hier finden Sie die Stellungnahme des ISFW zu der Aktion des maltesischen Verbandes der SozialarbeiterInnen (MASW):

http://ifsweurope-ifsweurope.blogspot.de/2013/06/malta-silent-demonstration-against.html

http://ifsweurope-ifsweurope.blogspot.de/2013/06/malta-silent-demonstration-against_7.html

 

Liebe KollegInnen,

Als Reaktion auf jüngst berichtete gewaltsame Aggression gegen zwei SozialarbeiterInnen der Richmond Foundation, organisierte der maltesische Verband der SozialarbeiterInnen (MASW) einen Schweigemarsch, um Solidarität mit den KollegInnen zu zeigen und um gleichzeitig Aufmerksamkeit dafür zu erzeugen, dass Gewalt gegen SozialarbeiterInnen und andere helfende Professionen nicht toleriert wird.
Zu diesem Zweck hielt MASW in der Nähe des Café Cordina, in der Republik-Strasse, am Montag 3.Juni 2013 um 17:30 eine Demonstration ab. Die Ministerin für Familien und Soziale Solidarität (Hon. Dr. Marie Louise Coleiro Preca) und der Schattenminister (Hon. Dr. Chris Said) wurden von dieser Veranstaltung informiert und waren anwesend, um die Bedenken der SozialarbeiterInnen anzuhören.
Ein Anzahl von SozialarbeiterInnen nahm an der Demonstration teil, vor allem da dies ein kritischer Punkt für SozialarbeiterInnen und andere helfende Berufe ist. MASW übergab auch einen formellen Bericht zusammen mit Empfehlungen des Verbandes an die Ministerin und den stv. Minister für Familien und Soziale Solidarität.

IFSW-Europe beglückwünscht MASW und alle SozialarbeiterInnen in Malta zu dieser starken Initiative.

Freundliche Grüsse

Cristina Martins
(IFSW President European Region)

(Übersetzung: Maria Moritz)

World Social Work Day

 - Sozialen und wirtschaftlichen Ausgleich fördern -

Am 19.3 2013 findet der World Soical Work Day (WSWD) statt, dieses Jahr  liegt das Thema auf dem Schwerpunkt "Sozialen und wirtschaftlichen Ausgleich fördern". Alle SozialarbeiterInnen weltweit sind herzlich eingeladen den Tag der Sozialen Arbeit  zu feiern und sich an den zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen  zu beteiligen.

Der Junge DBSH hat hierzu eine Stellungnahme veröffentlicht. Lesen Sie hier mehr dazu.

Wer wissen möchte, was in anderen Europäischen Ländern geplant, gemacht und gezeigt wird, findet weitere Infos hier. 

Weltweite Informationen finden Sie  zum WSWD hier.

Diskrimierung Homosexueller in Russland

Stand Januar 2013

Russland missachtet Menschenrechte

Duma beschließt Gesetz „gegen homosexuelle Propaganda“

„Wehret den Anfängen!“ – mit großer Sorge beobachtet der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) e.V. die Vorgänge in Russland. Nachdem das russische Parlament - die „Duma“-  in erster Lesung das Gesetz „gegen homosexuelle Propaganda“ beschlossen hat wird der Verstoß gegen Menschenrechtskonventionen staatlicherseits immer offenkundiger. „Gerade in einer auf Inklusion ausgerichteten Weltgesellschaft sollte Exklusion der Vergangenheit angehören“, so der Bundesvorsitzende Michael Leinenbach.

Der OBDS (Österreichischen Berufsverbandes der Sozialarbeiter/innen) hat am Wochenende in seinem Vorstand beschlossen die Erklärung zu unterstützen und hat eine eigene Erklärung für den Österreichischen Bereich verfasst.

Liebe Maria Moritz (Vorsitzende des OBDS), herzlichen Dank für Deine / Eure Solidarität.

Mehr dazu:

Beschreibung: Dateigröße: Download:
Erklärung des DBSH 0.9 MB Erklärung des DBSH
Erklärung DBSH in Englisch 481 kB Erklärung DBSH in Englisch
Erklärung des OBDS 132 kB Erklärung des OBDS

Ehemalige Heimkinder

Stand 2011

Zahlreiche Menschen, welche in Kinderheimen aufwuchsen, leiden noch heute unter den Nachwirkungen damaliger Heimerziehung. An den DBSH wurde nun die Frage herangetragen wie sich der Sachstand der Umsetzung des Beschlusses des „Runden Tisches Heimerziehung“ bezüglich der Einrichtung einer niedrigschwelligen Anlauf- und Beratungsstelle u.Ä. im Saarland  gestaltet.

Der DBSH Saar wird sich diesem Thema widmen und unterstützt die Betroffenengruppe der Heimerziehung der 40er bis 70er Jahre.

Mehr dazu hier.

Freispruch für ungarischen Sozialarbeiter

Stand 2012

Wie die Vorsitzende des Österreichischen Berufsverband der SozialarbeiterInnen (OBDS) Maria Moritz mitteilte, wurde der ungarische Sozialarbeiter Norbert Ferencz vom Obersten Gericht von allen Anklagen freigesprochen!Sie sagte „Liebe KollegInnen, Eure Protestschreiben und Unterschriften auf der Petition sowie die internationalen Proteste haben entscheidend dazu beigetragen, dass in Ungarn eine Entscheidung für die Menschlichkeit gefallen ist! Was Solidarität über Grenzen hinweg alles kann!“

Der Landesverband Saar bedankt sich bei allen, die sich solidarisch erklärt haben.

Anette Plewka, stellv. Landesvorsitzende

Ungarn: Sozialarbeiter soll für berufliches Engagement in Haft Europaweiter Protest gefordert.

Stand Nov. 2011

Immer wieder steht Ungarn im Mittelpunkt der europäischen Öffentlichkeit. Seitdem bei den Wahlen am 11. und 25. April ein Bündnis der nationalkonservativen Fidesz und der nationalkonservativen / rechtspopulistischen KDNP eine 2/3-Mehrheit errang wird der Staat umgebaut. Eine neue Verfassung beschwört Gott, Krone, Vaterland, Christentum, Familie und Nationalstolz, ein umstrittenes Mediengesetz führte zu europaweiten Protesten. Was nicht sein darf, darf man auch nicht lesen und geschweige denn sehen – so das Credo ungarischer Innenpolitik. Viele repressive Maßnahmen gegen von Armut betroffene Menschen gipfelten jetzt in einer neuen Verordnung: Das Durchsuchen von Müll nach verwertbaren Lebensmitteln und Gegenständen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

Dagegen habe ungarische Sozialarbeiter mit einer kleinen Straßenaktion friedlich demonstriert (siehe hierzu: http://mindennapi.hu/cikk/tarsadalom/rendorok-hurcoljak-el-a-szegenyekert-tuntetoket-video-/2011-03-11/1997). Bei dieser Demonstration wurden einige Sozialarbeiter festgenommen. Der vom Kollegen Norbert Ferencz unterzeichnete Aufruf zu dieser Aktion brachte ihm eine Anklage wegen Landfriedensbruch ein, in erster Instanz wurde er am 4. November zu drei Jahren Haft verurteilt.

Der „Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH)“, Mitglied der „International Federation of Social Workers (ifsw)“, protestiert gemeinsam mit vielen anderen europäischen Verbänden auf das Schärfste gegen die Repressalien, denen KollegInnen in Ungarn ausgesetzt sind.

Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit fordert die sofortige Aufhebung der Verurteilung gegen den Sozialarbeiter Norbert Ferencz!

Erweiterter Vorstand des DBSH

Zum Hintergrund:

International Code of Ethics: http://www.ifsw.org/p38000739.html

Mehr dazu:

Beschreibung: Dateigröße: Download:
Stellungnahme zur Verfolgung in Ungarn 162 kB Stellungnahme zur Verfolgung in Ungarn