Erzieher_innen

Hier finden Sie alle Stellungnahmen, Artikel und wichtige Informationenen des DBSH zu den Themen "Erzieherinnen". Alle Texte stehen Ihnen zudem als Download zur Verfügung.

Die jeweiligen aktuellen Ansprechpartner_innen finden sich hier.

Facebook: Quo vadis - Erzieher_in?

Aktuelle Diskussionen und weitere Infos bekommen Sie in der Facebookgruppe "Quo vadis - Erzieher_in?"

AGJ diskutiert Fachkräftegebot und Fachkräftegewinnung in der Kinder- und Jugendhilfe

Stand Oktober 2014

Mit dem vom Vorstand der AGJ im September d. J. beschlossenen Diskussionspapier verfolgt die AGJ das Ziel, ausgehend von bundesrechtlichen gesetzlichen Regelungen eine Einordnung des so genannten „Fachkräftegebotes“ vorzunehmen und seine Bedeutung für die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe zu konkretisieren und zu bestärken.

Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.

Sexualisierte Gewalt als verbindliches Thema in der Aus-, Fort- und Weiterbildung

Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

Stand Juni 2014

Im vorliegenden Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ wird die Frage der verbindlichen Verankerung des Themas sexualisierte Gewalt1 in der Aus-, Fort- und Weiterbildung in verschiedenen Perspektiven aufgegriffen. Die Inblicknahme von Risikopotenzialen und -strukturen in pädagogischen Kontexten darf nicht zu einem generalisierten Misstrauen gegenüber Fachkräften und in der Kinder- und Jugendhilfe ehrenamtlich Tätigen sowie zum Aufbau vermeintlich omnipotenter Kontrollstrukturen in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und benachbarten Feldern führen.

Die beste Prävention gegen sexualisierte Gewalt sind eine ausgebildete und damit tragfähige pädagogische Professionalität und eine entsprechende Organisationskultur, auf die sich Anstellungsträger, Einrichtungsleitungen und vor allem Eltern, Kinder und Jugendliche als Nutzerinnen und Nutzer sowie Adressatinnen und Adressaten verlassen können. In diesem Sinne werden mit dem vorliegenden Positionspapier Eckpunkte für die notwendige Entwicklung und Implementierung von Lerninhalten für die Aus-, Fort- undWeiterbildung2ausgewiesen.

Schlüsselkompetenzen für Erzieher_innen

Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Friedrich Maus hat den vorliegenden Text zur Schlüsselkompetenzen für Erzieher_innen entworfen.

Einladung zur Diskussion

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die Bundesmitgliederversammlung hat den vorliegenden Text als Entwurf der Schlüsselkompetenzen für Erzieherinnen und Erzieher beschlossen. Gleichzeitig wurde beschlossen, diesen Entwurf ins Netz zu stellen, um eine breite Diskussion zu ermöglichen.

Dieser Entwurf wird zur breiten Diskussion bis Ende September 2014 auf der Webseite des DBSH gestellt. Interessierte haben die Möglichkeit ihrer Meinung abzugeben.  Die Projektgruppe befasst sich mit den Eingaben und legt 2015 dem Erweiterten Bundesvorstand des DBSH eine Endfassung zur endgültigen Beschlussfassung vor.

Wir bitten Sie Veränderungsvorschläge bitte mit genauer Seiten- und Zeilenangabe redaktionell ausformuliert an den Leiter des Projekts Friedrich Maus möglichst per Email (maus[at]dbsh.de ) oder per Briefpost an Friedrich Maus, Luftschifferstraße 3, 68307 Mannheim zu schicken.

Wir freuen uns auf interessante Diskussionsbeiträge.

Mannheim, den 8. April 2014

Friedrich Maus
Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands
Sprecher des Funktionsbereichs Fach- und Sozialpolitik

 

Entwurf zur Diskussion

Beschreibung: Dateigröße: Download:
Schlüsselkompetenzen für Erzieherinnen und Erzieher - Entwurf 1.0 MB Schlüsselkompetenzen für Erzieherinnen und Erzieher - Entwurf

Qualifizierung, Nachhaltigkeit und Akademisierung

Der DBSH setzt sich für eine umfassende Verbesserung der Qualifikation, Arbeitsbedingungen und Bezahlung von ErzieherInnen ein

Stand 2009

Seit mehreren Jahren wird von Berufs- und Fachverbänden und Fachorganisationen nicht nur ein quantitativer Ausbau, sondern auch eine qualitative Verbesserung der Kindertagesbetreuung gefordert. In der öffentlichen Diskussion verkürzte sich die Forderung nach qualitativen
Verbesserungen auf die anzustrebende Akademisierung des Berufes der ErzieherInnen, wie sie in vielen anderen europäischen Ländern Standard ist.
Soll aber eine qualitative Verbesserung der frühkindlichen Bildung und Erziehung erreicht werden, ergeben sich vielfältige zusätzliche Anforderungen:
Gruppen sind zu groß, Arbeitsverhältnisse werden zeitlich befristet, oftmals fehlt eine entsprechend qualifizierte Zweitkraft, die notwendigen Vorbereitungszeiten sind zu kurz, die Lärmbelastung ist hoch, es fehlt an pädagogischem Material und es mangelt an Ressourcen, um Kinder optimal zu fördern.


So hat sich der DBSH bereits im Jahr 2004 kritisch zur Akademisierung des Berufes von ErzieherInnen geäußert, wenn diese als einziges Instrument zur Qualitätssicherung und -verbesserung gesehen wird. Der DBSH forderte eine Verbesserung von Qualität in der Breite der Praxis in Kindertageseinrichtungen. Beispielsweise wurden der Verzicht auf den Einsatz von pädagogischem  Personal ohne Fachschulausbildung, Raum für kontinuierliche Fortbildung,
kleinere Gruppengrößen, eine verbesserte materielle Ausstattung und ein den Anforderungen gerecht werdendes Gehalt gefordert.

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Qualifizierung, Nachhaltigkeit und Akademisierung 52 kB Qualifizierung, Nachhaltigkeit und Akademisierung

Im Wandel der Zeit - das Berufsbild der Erzieherin

Stand 2008

Verfasst von: Michael Leinenbach

Verfolgt man die derzeitige Diskussion, so tritt ein heftiger Richtungsstreit über die Zukunft des Berufsbildes der Erzieherin zu Tage. Eine wesentliche Fragestellung hierbei nimmt die zukünftige Ausbildung der Erzieher/innen ein. Stehen wir vor einer Akademisierung der Erzieher/innenausbildung oder wird weiterhin die Ausbildung auf Fachschulniveau gehalten? Was spricht für die Akademisierung und was dagegen? Ein Blick in die aktuelle politische Diskussion zeigt den Spannungsbogen auf.

Anfang Januar äußerte sich die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in einem Pressegespräch dahingehend, dass "zumindest an der Spitze von Kindergärten und Ganztagesstätten zukünftig Akademiker stehen sollten". Die Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) vertrat hingegen in einem Interview im Dezember 2007 die Meinung, dass es keine generelle Akademisierung der Erzieher/innen geben müsse. Vielmehr solle es im Rahmen der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung ein besseres Angebot zur Weiterbildung im Bereich der Stärkung des Bildungsauftrages in den Kindergärten geben.

Unbestritten jedoch ist, dass die Zahl der Betreuungsplätze quantitativ ausgebaut werden soll. Dieser Ausbau soll auch mit Hilfe von gering qualifizierten Tagesmüttern gestaltet werden. Hintergrund dieser Entwicklung ist zunächst die Förderung der Beruflichkeit von Frauen und die schnellstmögliche Verbesserung der Betreuungsquoten.

Qualitativ hat sich, angesichts sich immer problematischer gestaltender familiärer Verhältnisse, ein Erziehungs- und Beratungsauftrag der Kindergärten durchgesetzt, der weit über die Ansätze Fröbelscher Pädagogik hinausgeht.

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Es wird sich also noch zeigen müssen, wie sich die Politik zwischen Kostendruck und der notwendigen Qualifizierung entscheiden wird. Die Erzieher/innen müssen Acht geben, dass nicht einerseits immer neue Aufgaben und Ansprüche an sie herangetragen werden, die Eingruppierung jedoch weiter auf Fachschulniveau verbleibt.

Zu der Bandbreite der hier angesprochenen Themen habe ich Gaby Böhme, Leiterin einer Kindertageseinrichtung und Vorsitzende des Landesverbandes Saar des DBSH und Vorsitzende unserer Bundestarifkommission nach ihren ganz praktischen Erfahrungen und Erwartungen befragt.

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Im Wandel der Zeit - das Berufsbild der Erzieherin 449 kB Im Wandel der Zeit - das Berufsbild der Erzieherin

Stellungnahmen zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege (Kinderförderungsgesetz – KiföG)

Stand 2008 

Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) e.V., Bundesfachgruppe Kinder-und Jugendhilfe, nimmt wie folgt Stellung zum „Entwurf zur Förderung von Kindernunter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege (Kinderförderungsgesetz– KiföG)“:

Zu § 23 (2a) des Entwurfes:

Dort heißt es: „die Höhe der laufenden Geldleistung wird von den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe festgelegt, soweit Landesrecht nicht etwas anderes bestimmt. Der Betrag zur Anerkennung der Förderungsleistung der  Tagespflegeperson ist leistungsgerecht auszugestalten und soll sich an den tariflichen Vergütung vergleichbarer Qualifikationen und Tätigkeiten orientieren. Dabei sind die zeitliche Dauer der Leistung und die Anzahl sowie der  Förderbedarf der betreuten Kinder zu berücksichtigen.“

Aus unserer Sicht wird die Tagespflegequalität durch die Gesetzesänderung zu recht aufgegriffen. Ziel sollte es sein, diese gezielt zu fördern. Die im vorliegenden Entwurf festgelegten Rahmenbedingungen bleiben jedoch hinter den vorgebrachten  Absichten zurück. Nicht auf die „Fachkraft“, wie sie für andere Arbeitsbereiche in § 72 und § 78 (2) SGB VIII vorgesehen ist, wird zurück gegriffen – sondern es reicht eine „Tagespflegeperson“. Deren Vergütung, so heißt es, „soll sich an den tariflichen Bezahlungen orientieren“. Ein „Anspruch“ auf ausbildungsadäquate Bezahlung wird im Referentenentwurf nicht festgeschrieben. Das bedeutet, dass eine Tagespflegeperson im besten Falle einen Stundenlohn erhält, der knapp unter dem einer Sozialassistentin/ Kinderpflegerin liegt – also einem Ausbildungsberuf mit zweijähriger Ausbildungszeit, die einen Hauptschulabschluss voraussetzt.

Erzieher_innen - Ein Beruf schafft Zukunft

Erzieher/innen-Ausbildung

Stand 2004

Verfolgt man die derzeitige Diskussion, so tritt ein heftiger Richtungsstreit über die Zukunft des Berufsbildes der ErzieherIn zu Tage. Eine wesentliche Fragestellung hierbei nimmt die zukünftige Ausbildung der ErzieherInnen ein. Stehen wir vor einer Akademisierung der ErzieherInnenausbildung über die aufkommenden Studiengänge "Elementarbildung", "Frühkindliche Pädagogik" etc., oder wird weiterhin die Ausbildung auf Fachschulniveau gehalten? Was spricht für die Akademisierung und was dagegen? Ein Blick in die aktuelle politische Diskussion zeigt den Spannungsbogen auf.

Unbestritten ist, dass die Zahl der Betreuungsplätze, auch im frühkindlichen Bereich, quantitativ ausgebaut werden soll. Hierfür ist eine große Zahl an Fachkräften notwendig. Qualitativ hat sich, angesichts sich immer problematischer gestaltender familiärer Verhältnisse, ein Erziehungs- und Beratungsauftrag der Kindergärten durchgesetzt, der weit über die Ansätze Fröbelscher Pädagogik hinausgeht.

Vertieft durch die Situation in anderen Ländern, die Ergebnisse diverser Bildungsstudien und neuester Ergebnisse der Lernforschung wurden mittlerweile in fast allen Bundesländern für die Kindertageseinrichtungen Bildungspläne implementiert, die in ihrem Anspruch durchaus vergleichbar sind mit denen des Systems „Schule“. Damit stellt sich nicht nur die Frage nach der Akademisierung der Beruflichkeit in Kindergärten und Kindertagesstätten, sondern auch deren Zuordnung zu Jugendhilfe oder Schule.

Noch aber ist die Diskussion über die Akademisierung des ErzieherInnenberufs eine Akademische. Trotz mittlerweile 20 entsprechender BA-Studiengänge beharren die Kostenträger auf die bisherige Personalstruktur, sollen doch über die Kosten des quantitativen Ausbaus hinaus nicht auch noch zusätzliche Gehaltskosten entstehen.

Es wird sich noch zeigen müssen, wie sich die Politik zwischen Kostendruck und der notwendigen Qualifizierung entscheiden wird. Die ErzieherInnen müssen Acht geben, dass nicht einerseits immer neue Aufgaben und Ansprüche an sie herangetragen werden, die Eingruppierung jedoch weiter auf Fachschulniveau verbleibt.

Anbei erhalten Sie einen Überblick über Positionen und Forderungen des DBSH zur Erzieher/innen-Ausbildung.

Mehr dazu:

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Stellungnahme zur Erzieher/innen-Ausbildung 86 kB Stellungnahme zur Erzieher/innen-Ausbildung