Arbeitsmarkt

Hier finden Sie verschiedene Stellungnahmen des DBSH zum Thema "Arbeitsmarkt". Alle Texte stehen Ihnen zudem jeweils als Download zur Verfügung.

Die jeweiligen aktuellen Ansprechpartner_innen finden sich hier.

DBSH fordert nachhaltige Arbeitsmarktpolitik

Stand Januar 2014

Verfasst von Michael Leinenbach

„Wir erwarten gerade von einer großen Koalition, dass sie wegweisende Maßnahmen zur Absicherung der Lebensrisiken der Bürger_innen trifft und zugleich die Kommunen vor Ort von Sozialkosten entlastet“, so der Bundesvorsitzende Michael Leinenbach.

Der DBSH fordert die Bundesregierung dringend auf, endlich Maßnahmen zur Minderung von Armut zu ergreifen. Zudem ist das Mindesteinkommen auch für Familien „armutsfest“ anzusetzen oder mit einem existenzsichernden Kindergeld zu ergänzen.

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Arbeitsmarktpolitik 2014 330 kB Arbeitsmarktpolitik 2014

Agenda 2010- (K)ein Erfolgsprojekt

Stand März 2013

Verfasst von Friedrich Maus

Die Lobeshymnen auf die Agenda 2010 zum 10jährigen Bestehen sind verklungen. Vor allem gilt Hartz IV als eine entscheidende Reform innerhalb der Agenda 2010, die Deutschland wirtschaftlich stabilisiert hat, ja, die Deutschland erfolgreich über die Finanz- und Wirtschaftskrise gebracht hat. Verbunden mit der Lockerung des Kündigungsschutzes, der Einführung der Leiharbeit und der Minijobs zusammen mit der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe, dem SGB IV sollte die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Produkte auf dem Weltmarkt gesichert und mehr Menschen Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkte finden.

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Agenda 2010 - (K)ein Erfolgsprojekt 412 kB Agenda 2010 - (K)ein Erfolgsprojekt

Fordern und Fördern - für und nicht gegen die Arbeitslosen

Forderungen des DBSH zur Umsetzung des Hartz - Papier durch die Bundesregierung

Stand 2002

Wir sagen ja, zu dem Grundsatz: Fordern und Fördern. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass Forderungen nicht zu Überforderungen werden. Unter Fördern verstehen wir eine intensive Beschäftigung mit dem jeweiligen Erwerbslosen, den Ursachen seiner Erwerbslosigkeit, dem Erkennen seiner Ressourcen und Fähigkeiten und das Akzeptieren seiner persönlichen Grenzen.

Als positiv bewerten wir die Bemühungen, die Arbeitsvermittlung der Bundesanstalt für Arbeit zu optimieren, den Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu fördern, von Arbeitslosen ein höheres Maß an Selbstverantwortung, Mobilität und Fortbildungsbereitschaft zu fordern.

Wir weisen darauf hin, dass es zahlreiche Menschen in unserer Gesellschaft gibt, die aufgrund ihrer gesundheitlichen, intellektuellen und sozialen Fähigkeiten auf Dauer nicht in der Lage sind, diesen Anforderungen zu entsprechen. Für diese Personengruppen müssen entsprechende öffentlich geförderte Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden. Außerdem erwarten wir, dass die Arbeitsverwaltung ausreichende Mobilitätshilfen für die Arbeitssuchenden bereitstellt (z. B. Übernahme der Umzugskosten bei Ortswechsel).

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"Kein Fordern ohne Fördern"

In der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe braucht es Qualität in Vermittlung und Beratung

Anfang 2005 sollen die wesentlichen Veränderungen der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe umgesetzt werden. Wie alle relevanten Fachverbände, hat auch der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) auf die dramatischen Folgen der Leistungseinbußen für viele Arbeitslose, insbesondere für viele Arbeitslose mit Kindern hingewiesen.

Umso wichtiger wird das Versprechen der Politik sein, zugleich auch die Förderung der Erwerbslosen zu verbessern. Doch davon ist man sechs Monate vor Inkrafttreten der Änderungen weiter entfernt als je zuvor. Insbesondere kritisiert der DBSH die Verkürzung der Zielsetzung der Leistungen ausschließlich auf die Förderung von Erwerbstätigkeit, Arbeitsvermittlung und Abbau von Vermittlungshindernissen. Der Grundsatz von „Fordern und Fördern“ ist nur dann vertretbar, wenn wirklich Arbeitsangebote gemacht, die Probleme der Arbeitslosen erkannt, effektive berufsqualifizierende und persönliche Hilfen durch Fachkräfte der Sozialarbeit angeboten und Rechtsansprüche auf Unterstützung eingeräumt werden.

Der DBSH ist der Meinung, dass das von der Politik angekündigte „Fördern“ von der Bundesagentur für Arbeit weder rechtzeitig noch mit ausreichender Qualität umgesetzt wird.

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DBSH kritisiert Ein-Euro-Jobs

Es mag Sinn machen, ein langzeitarbeitslosen Jugendlichen, Menschen nach der Behandlung einer Suchterkrankung oder nach biografischen Brüchen Arbeitsgelegenheiten anzubieten und entsprechend zu qualifizieren und zu verpflichten. Menschen mit Ausbildung, Qualifikation, Erwerbsbiografie und dem Willen zu arbeiten, mit solchen Jobs zu deklassieren, ist weder ethisch vertretbar noch ökonomisch sinnvoll. In der Konsequenz sind erhebliche psychosoziale Folgen zu befürchten.
Äußerst kritisch ist zu beurteilen, dass sich in der Konsequenz der Umsetzung des SGB II vor allem Angehörige sozialer, erzieherischer und pflegender Berufe mit dem Thema „1-Euro-Jobs“ auseinander setzen müssen: Als „Betroffene“ auf der einen Seite, und als MitarbeiterInnen, deren Arbeitsfeld zu einem Einsatzort wird, in dem sich u.U. das Kriterium der „Zusätzlichkeit“ allein an der Frage der finanziellen Ressourcen bemisst.

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