1.Vorsitzende

Michael Leinenbach

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Die Achtung jedes Einzelnen steht an erster Stelle im deutschen Grundgesetz. Ein Grundsatz, der insbesondere für die Soziale Arbeit oberste Devise sein muss. Ein hoher Anspruch und für mich die Richtlinie jeglichen Handelns.

Ich bin am 18.10.1965 im Saarland geboren. Nach Bäckerlehre und Studium an der Kath. Hochschule für Soziale Arbeit zum Dipl. Sozialarbeiter / Sozialpädagogen erweiterte ich meine beruflichen Qualifikationen in den Bereichen „Systemischer Beratung und Therapie“, „Seminarleiter für politische und berufliche Bildungsangebote in der Erwachsenenbildung“, „Controlling“, „Projektmanagement“ und „effizientes Arbeiten in Einrichtungen und Organisationen“. Ich bin beamtet bei der Kreisstadt Saarlouis, als Abteilungsleiter für „Familie und Soziales“ tätig.

Meine Zeit im DBSH begann nach meinem Studium am 01.06.1992. Professionspolitisch wurde ich durch die Übernahme der Mandate als Vertreter des Saarlandes in der Bundestarifkommission [BTK) (Januar 2001) sowie als Landesvorsitzender Saar (März 2003 bis Mai 2007) tätig und konnte die Strukturen im Verband sowie die Erwartungen der Kollegen_innen vor Ort kennen lernen. Am 30.06.2003 übernahm ich den Bundesvorsitz der BTK. Wesentliche Ziele für mich waren neue gewerkschaftliche Strukturen im DBSH sowie Standards für die Soziale Arbeit voranzubringen.

Im November 2005 wurde ich in Jena von der Bundesmitgliederversammlung (BMV) in den geschäftsführenden Vorstandes (GfV) mit den Schwerpunkten Ausbildung, Berufsregister, Fachbereichstag „Soziale Arbeit“, Akkreditierung und Bildungsbeauftragter (dbb) des DBSH gewählt. Im März 2007 erhielt ich von der BMV in Jena das Mandat des Vorsitzenden des DBSH.

Grundlage jeglichen Handelns im Verband ist für mich, dem Grundgesetz und den Menschenrechten folgend, die Ethik, aus der sich das „Leitbild des DBSH“ ableitet: die „die Berufsethik mit notwendigen berufsethischen Prinzipien“. Die Berufsethik muss in den wesentlichen Bereichen des Verbandes, in Berufs-, Fach-, Sozial- und Arbeitspolitik die Basis unseres Handelns und unserer Visionen sein. Die Zusammenarbeit mit der „Internationalen Vereinigung der SozialarbeiterInnen“ (IFSW) und den Partnern auch in EUROPA hat für mich gerade in der aktuellen Wertediskussion höchste Priorität.

Meine berufspolitische Vision ist ein Berufsgesetz für die „Soziale Arbeit“. Dieses Gesetz baut auf dem Berufsregister auf, um die vom DBSH formulierte Berufsethik sowie Qualitätsstandards in der Praxis sichern. Damit reguliert ein solches Berufsgesetz die Curricula für sämtliche Aus- und Fortbildungsgänge der „Sozialen Arbeit sowie die Tätigkeit in der Profession“.

Meine fachpolitische Vision ist die aktive Teilnahme am politischen Geschehen. Im Rahmen der Gesetzgebungsverfahren werden Vorschläge für den Gesetzgeber erarbeitet und eingebracht. Zu wesentlichen Fragestellungen werden auf der Grundlage des Leitbildes Stellungnahmen verfasst; die Zusammenarbeit u. a. mit dem dbb und den dbb-Landesbünden ist besonders wichtig.

In meiner sozialpolitischen Vision ist der Verband noch mehr „Anwalt der Klienten“; Instrumente sind die Übernahme politischer und gesellschaftlicher Mandate, Kampagnen auf Bundes- und Landesebene und die Vernetzung des DBSH mit den verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen.

In meiner arbeitspolitischen Vision hat der DBSH in Tariffragen großen Einfluss. Unser gewerk- schaftliches Ziel - im Tarif eine eigene Sparte für die „Soziale Arbeit“ im TVöD zu haben, in der die Erwartungen und Vorstellungen des DBSH einfließen – ist erreicht. Diese Sparte wird auch von Freien Trägern als „Leittarif“ akzeptiert. Qualität hat ihren Preis, deshalb muss qualifizierte Arbeit entsprech- end bezahlt werden. Das gilt ebenso für Beamte wie für Selbständige.

Wir mussten feststellen, dass im Rahmen der Föderalismusreform die (Mit)gestaltung der politischen Felder in den einzelnen Bundesländern notwendiger und wichtiger wurde und neben der Bundeseben und den Freien Trägern nun auch noch die Landesebenen vom DBSH abgedeckt werden müssen.

Damit diese Visionen Wirklichkeit werden, brauchen wir Teamarbeit, orientiert an unserem Leitbild und der Marke „DBSH“ . Ich freue mich, wenn viele Mitglieder sich diesen Visionen anschließen, und gemeinsam mit mir und den anderen Vorstandmitgliedern diese nach außen tragen und umsetzen.

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