Nachruf: In Erinnerung an Heinrich Schiller (1924-2016)

(23.12.2016)

Verfasser: Joachim Wieler

 

Dieser Nachruf könnte auch anders genannt werden, je nach abstraktem und professionellem Selbstverständnis in der Sozialen Arbeit. Einerseits „vom Heimkind und Heimerzieher zum Weltpräsidenten“ oder als „Prof. Dr. Heinrich Schiller, MSW, Präsident der ‚International Association of Schools of Social Work (IASSW) von 1980 – 1988.“ Er starb am 10. November 2016 in Nürnberg. Während seines langen und aktiven Lebens hat er Spuren hinterlassen, an die wir uns erinnern sollten. Es gibt autobiographische und andere Quellen, die uns erhalten sind, und die Fachliteratur ist voller Hinweise und Texte.* Dieser Nachruf  ist lediglich eine Orientierung durch herausfordernde Zeiten.

 

 

Heinrich Schiller wurde am 17. Oktober 1924 nahe der Ostsee geboren. Seine Eltern waren christlicher und jüdischer Herkunft, und weil das offiziell nicht sein durfte, schätzte er nach dem Zweiten Weltkrieg die Alliierten als Befreier Nazi-Deutschlands. Er war einer der ersten, der beteiligt war an internationalen Bildungsprogrammen, die mit der Zielsetzung zur Versöhnung und multikulturellen Kooperation angeboten wurden. Dafür hat er sich zeitlebens mit Hingabe eingesetzt und auch revanchiert! ¬Lange vor dem Bologna-Prozeß erlangte er mit dem „Master of Social Work (MSW) in den USA seine berufliche Qualifikation und promovierte dann über Soziale Gruppenarbeit.  Er wurde ein vehementer Vertreter der Professionalisierung Sozialer Arbeit, die sich in Europa zunehmend und im Vergleich mit den gängigen Begriffen „Social Work“, „Travail Social“ und „Trabajo Social“ auf die Doppelbezeichnung „Sozialarbeit / Sozialpädagogik“ ausgeweitet hatte und damit auch etwas von ihrer Mitte aufs Spiel setzte.

 

Den vollständigen Nachruf finden Sie hier.