Qualitätskriterien

Was nutzt die Sicherung der Qualifikation von Mitarbeiter/innen, wenn nicht auch die Arbeitsbedingungen selbst ein professionelles Arbeiten ermöglichen. Die zunehmende Ökonomisierung der Sozialen Arbeit öffnete im Bemühen, einzelne Dienste besonders „billig“ anbieten zu können, das Arbeitsfeld für Trends, die bislang nur in privatwirtschaftlichen Zusammenhängen zu beobachten waren, die aber für die Soziale Arbeit äußerst negative Folgen hatten. Hier dienen die „Qualitätskriterien der Sozialen Arbeit“ als Richtschnur bzw. Grundlage zur Beschreibung professioneller Sozialer Arbeit über die jeweiligen Arbeits- und Berufsfelder hinaus. Gleichzeitig wurde eine Grundlage aus der Praxis heraus geschaffen, um professionelle Soziale Arbeit anhand praxisrelevanter Kriterien und Indikatoren "vor Ort" bewerten und verbessern zu können.

Die Qualitätskriterien werden ergänzt durch ein „Raster zur Selbstbewertung“, über das jeder Beschäftigte Hinweise zur Einordnung der Bedingungen in seinem Tätigkeitsfeld erhalten kann.
Arbeitsfeldspezifische Qualitätsbeschreibungen konkretisieren die Qualitätskriterien, entsprechende Grundlagenpapiere liegen für den Krankenhaussozialdienst, die Jugendhilfe ,die „sozialprofessionelle Beratung“ und die „Sozialarbeit in psychiatrischen Kliniken“ vor.

Die “Qualitätskriterien des DBSH” wurden erstmals 2000 als Diskussionsgrundlage veröffentlicht. Die Bundesmitgliederversammlung des DBSH im Jahr 2000 verabschiedete die Qualitätskriterien vorbehaltlich einer redaktionellen Überarbeitung, diese erfolgte im Jahr 2001 und wurde von der Bundesmitgliederversammlung 2001 in Hamm beschlossen. Veröffentlicht im Internet seit Januar 2002. Gemeinsam mit dem Fachbereichstag Soziale Arbeit wird an einer Aktualisierung gearbeitet.