Nachrichten aus dem historischen Archiv

Vernetzung ausgebaut

Stand März 2017 

Vertreterinnen des „Arbeitskreis virtuelles Wohlfahrtsmuseum“ zu Gast im „Historischen Archiv der Profession“ des Fördervereins für Soziale Arbeit e.V. (FSA) in Berlin. 

Zuletzt konnte der Vorsitzende des Fördervereins für Soziale Arbeit e.V. (FSA), Thomas Greune, Prof. Dr. Sabine Hering, Prof. Dr. Sabine Toppe, Prof. Dr. Diana Franke-Meyer sowie Prof. Dr. Rita Braches-Chyrek als Vertreterinnen des Arbeitskreises „virtuelles Wohlfahrtsmuseum“ in der Präsenzbibliothek des Archives begrüßen. Diese Bibliothek befindet sich in den Räumlichkeiten der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) in Berlin. Der FSA fungiert als Träger des „Historischen Archiv der Profession“. 

Im ersten Treffen wurden die unterschiedlichen Vorstellungen bzgl. der Arbeit in der Historie der Sozialen Arbeit besprochen. In einem Rundgang konnte die Delegation die Räumlichkeiten des „Historischen Archives der Profession“ besichtigen. 

Zum Abschluss des ersten Treffens waren sich alle einig auch weiterhin miteinander zu kooperieren.  

Es wurde ein weiteres Treffen vereinbart.  

„Wirken und Selbstverständnis der Borromäerinnen im St. Hedwig Krankenhaus Berlin“

Stand September 2016  

Seit März 2016 wird das Forschungsprojekt zum „Wirken und Selbstverständnis der Borromäerinnen im St. Hedwig Krankenhaus Berlin AdöR“ im Auftrag des St. Hedwig Krankenhaus Berlin Anstalt des öffentlichen Rechts von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) durchgeführt. 

Kommentierung zu "100 Jahre berufsverbandliche Arbeit"

Stand November 2016

Anlässlich des Artikels "Zusammenschlüsse der Sozialbeamtinnen jähren sich zum 100. Mal" stellen Hille Gosejacob-Rolf und Klaus-Peter Glimm einen kommentierten Text hier zur Verfügung.

Zusammenschlüsse der Sozialbeamtinnen jähren sich zum 100. Mal

Stand Oktober 2016 

Berufliche Soziale Arbeit hat viele unterschiedliche Wurzeln. Als einen Meilenstein kann der 1894 gegründete Bund Deutscher Frauenvereine (BDF) gesehen werden, der sich intensiv für die Professionalisierung der Sozialarbeit und der Frauenbildung einsetzte. 

So existierten bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche berufliche Arbeitsfelder in der Sozialen Arbeit: wie z.B. Kleinkinderschullehrinnen, Kinderpflegerinnen, Kindermädchen, Kinderwärterinnen, Brüder vom Rauhen Haus, Erzieherinnen, Kindergärtnerinnen, Stadtmissionare, Armenpfleger, Gehilfen, Waisenväter, Waisenlehrer, Waisenaufseher sowie Berufsarbeiterinnen der inneren Mission. Zu diesen bereits bestehenden ersten beruflichen Arbeitsfeldern in der Sozialen Arbeit entwickelte sich vor 100 Jahren ein weiteres Arbeitsfeld, das der Sozialbeamtin. 

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Ein Blick in den Rückspiegel – 100 Jahre berufsständische Vertretung

Stand Oktober 2016 

Bericht des DBSH Landesverband Sachsen 

„Wir wollen im Interesse unserer Arbeitsleistung und in unserem Interesse uns erkämpfen, was wir noch nicht haben, wir wollen nicht länger dem freien Arbeitsvertrag ohne Rückhalt ausgeliefert sein!  Wir  wollen  nicht  länger  mit  ansehen,  daß  unausgebildete  Kräfte  unsere  Arbeit  übernehmen!  Wir brauchen  eine Berufsorganisation,  die  die  Interessen  unseres  Berufes  vertritt!“  (Wachenheim  nach Hering/ Münchmeier, 2003: 124.) 

Auf den Spuren von Hedwig Dransfeld (1871-1925)

Stand Juni 2016 

Auf den Spuren von Hedwig Dransfeld (1871-1925, seit 1912 Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes) in Frankfurt am Main. Sie hatte die Idee zum Bau der Frauenfriedenskirche als Mahnmal für den Frieden. Die Einweihung 1929 erlebte sie leider nicht mehr. Auf Initiative von Hedwig Dransfeld wurde am 11. November 1916 der Verein katholischer deutscher Sozialbeamtinnen e.V. in Köln gegründet. 

Erforschung der Profession schreitet voran

Historisches Archiv des Fördervereins für Soziale Arbeit (FSA) e.V. öffnet sich Forschungsprojekten der Disziplin

Stand Juni 2016

Sören Groß besuchte kürzlich das Historische Archiv des FSA in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin. Er ist derzeit Student an der Uni Jena und widmet sich innerhalb seiner Staatsexamensarbeit der Entwicklung der Weiblichen Kriminalpolizei bis 1945.

Fokus der Forschungen liegt dabei auf einem Vergleich der Aufgabenfelder der Zeit der Weimarer Republik  mit dem Nationalsozialismus. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 stellte einen entscheidenden Wendepunkt dar, welcher eine Radikalisierung, Ideologisierung und Gewalt nach sich zog. Von ehemals jugendlichen Fürsorgeanstalten vollzog sich ein Prozess bis hin zu den Jugendkonzentrationslagern.

Welche Rolle spielte dabei die Leiterin und Himmlers spätere Polizeichefin Friederike Wieking (1891 – 1958)? Gehörten die Polizistinnen zur Täterschaft des Regimes einer Schreckensherrschaft? Diese Fragen der Vergangenheit sollen versucht werden zu klären.

Im Historischen Archiv des FSA fand Sören Groß weitere wesentliche Details zur Biografie von Friederike Wieking, die von  1925 bis 1932 1. Vorsitzende des Deutsches Verbandes der Sozialbeamtinnen war und berufen vom Innenministerium die weiblichen Polizeidienststellen Preußens aufbaute. Gleichzeitig konnte er Einsicht nehmen in Zeitschriften und Unterlagen der Berufsverbände der Sozialen Arbeit zwischen 1916 und 1945 zur Jugend und Wohlfahrtspflege sowie u.a. über die Fachgruppe der Fürsorgerinnen an Polizei- und Pflegeämter. Alle erhaltenen Informationen werden auch in seine weiteren wissenschaftlichen Arbeiten einfließen.

Der "alternative" Vatertag

- die Arbeiten am Historischen Archiv gehen weiter-

Stand Mai 2016

Die Gunst der Stunde eines freien Tages haben Dr. Claudia Wiotte-Franz und Michael Leinenbach genutzt, um Unterlagen für das Historische Archiv weiter zu bearbeiten. Es stehen noch teils Aufarbeitungen von Daten aus dem Archiv des KDFB in Köln sowie dem internationalen Archiv des IFSW in Basel an. Gleichzeitig wurden erste vorläufige Findbücher erstellt, so dass ein Überblick über den Bestand gegeben werden kann.

Ein herzliches Dankeschön an Dr. Claudia Wiotte-Franz für Ihre freie Zeit, die sie am Vatertag für das Historische Archiv investiert hat.

Besuch des IFSW Archiv „1928 to present day“ in Basel

Stand Februar 2016
verfasst von Michael Leinenbach, Claudia Wiotte-Franz

Auf Einladung der Archivarin Fiona Robertson (MANZASW, Dip SOWK, CQSW, World Conference Chair, Official IFSW Archivist) und von Nigel Hall (Course Director, Kingston University, London, UK & IFSW Sage Representative) sowie Rory Truell (Generalsekretär des IFSW) besuchten die Beauftragen des Fördervereins für Soziale Arbeit e.V. (FSA) zum Aufbau des Historischen Archives der Profession Soziale Arbeit in Berlin Dr. Claudia Wiotte-Franz und Michael Leinenbach das IFSW Archiv „1928 to present day“ in Basel. 

Ein Schwerpunkt der Visitation war die Durchsicht der Dokumente, die die Gründung des Internationalen ständigen Sekretariats der Sozialarbeiter beinhaltet. Interessant für uns war die Bestätigung der Erkenntnis, dass Adele Beerensson (langjährige Vorsitzende und Geschäftsführerin des Deutschen Verbandes der Sozialbeamtinnen DVS) eine besondere Bedeutung beim Aufbau zukam. 

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Besuch des IFSW Archiv „1928 to present day“ in Basel 424 kB Besuch des IFSW Archiv „1928 to present day“ in Basel

Erste Forschung im Archiv des Katholischen Deutschen Frauenbundes in Köln

Stand Januar 2016

Im Januar 2016 hatten die Projektbeauftragten des Historischen Archives die Möglichkeit, das Archiv des Kath. Deutschen Frauenbundes in Köln zu besuchen. 

Zu den wertvollen Schätzen für das Historische Archiv des Fördervereins für Soziale Arbeit e.V. (FSA), die die dort aufzufinden sind, zählen Originalunterlagen über den im Jahr 1916 gegründeten „Verein Katholischer Sozialbeamtinnen Deutschlands“, den ab 1936 bestehenden Hedwigbund (der im Dritten Reich bestehenden Nachfolgeorganisation) sowie deren Nachfolgerin ab 1946 der „Berufsverband Kath. Fürsorgerinnen".

Der zweite Schwerpunkt an historischen Materialen für das Historische Archiv des FSA umfassen die wesentliche Unterlagen des BSH (Berufsverband der Sozialarbeiter/Sozialpädagogen, Heilpädagogen – vereinigte Vertretung der sozialpädagogischer Berufe e.V.) einem der Gründungsverbände des DBSH.

Den dritten Schwerpunkt bilden Unterlagen über die „Union Catholique internationale de service social“ (UCISS). Die UCISS vereinte katholische Schulen und Vereine für Sozialarbeiter. Sie kümmerte sich um Standardisierung der Ausbildung und trug auf ihren internationalen Konferenzen zur Entwicklung einer gemeinsamen christlichen Perspektive bei - immer mit Blick auf die Lösung zahlreicher sozialer Probleme.

Den vierten Schwerpunkt, der eher zufällig auftrat, betreffen die Männerverbände der Sozialen Arbeit. Das Archiv des Kath. Deutschen Frauenbundes in Köln hat auch Teile des Nachlasses von Helene Weber archiviert. In diesem Nachlass befinden sich diverse Unterlagen über die „Männerverbände“ der Fürsorge / Sozialen Arbeit (sowohl konfessionell als überkonfessionell), so dass die Projektleitung auch über diesen Zweig der Historie erstmals ein Überblick erhalten konnte. 

Im Jahr 1994 wurden diverse Unterlagen der Katholischen Vorgängerverbände des DBSH von den damaligen Verantwortlichen dem Archiv des KDFB übergeben. Im Archiv des KDFB konnten nun viele neue Informationen gesammelt und somit auch an diesem Kapitel der Aufarbeitung der Historie der Profession weiter gearbeitet werden. 

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die Leiterin des Archives Frau Dr. Jutta Müther, dass sie uns zwei Tage lang in unseren Recherchearbeiten begleitete.

Förderverein für Soziale Arbeit übernimmt Verantwortung für das Historische Archiv

Stand Januar 2016

Entsprechend der Anfrage des Erweiterten Bundesvorstandes (EBV) des DBSH hat der Förderverein für Soziale Arbeit e.V. (FSA) die Verantwortung für das Historische Archiv übernommen. „Wir stellen uns gerne der Aufgabe, die Aufarbeitung der Historie der Profession aus der verbandlichen Perspektive zu unterstützen und zu tragen“, so Thomas Greune, erster Vorsitzender des FSA. Der Förderverein für Soziale Arbeit e.V. (FSA) sieht im Auf- und Ausbau eines historischen Archives über die Entwicklung der beruflichen Sozialen Arbeit einen bedeutenden Beitrag für die Profession.

Mehr Informationen zum Historischen Archiv

Projektleitung

Die Projektleitung wurde vom Förderverein der Historikerin und Erziehungswissenschaftlerin Dr. Claudia Wiotte-Franz (http://lokalesbuendnis.saarlouis.de/hilfe/impressum/profile-redaktionsteam/vita-dr-claudia-wiotte-franz ) sowie dem Dipl. Sozialarbeiter/Sozialpädagogen Michael Leinenbach (http://www.michael-leinenbach.de/index.php?id=48) übertragen.

Das historische Archiv ist derzeit in den Räumlichkeiten des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. in der Michaelkirchstraße 17/18, 10179 Berlin angesiedelt. Es verfügt dort über eine Präsenzbibliothek sowie einen Arbeitsraum. Der Förderverein für Soziale Arbeit e.V. bedankt sich recht herzlich beim DBSH für die Unterstützung und Nutzung der beiden Räume.

Historisches Archiv erhält weitere Schenkungen

Stand Januar 2016

Im Jahr 2015 konnte das Historische Archiv sich über weitere Schenkungen freuen. So erhielt das Historische Archiv von Else Klump, der langjährigen Vorsitzenden des DBSH Landesverband Bremen, wichtige Dokumente des Landesverbandes Bremen.

Eine weitere Schenkung wurde dem Historischen Archiv von Prof. Dr. Christa Paulini überlassen. Sie hatte in der Vergangenheit Recherchematerial gerade aus dem Südwesten zusammengetragen.

Die unterschiedlichen Materialien (Briefe, Protokolle, Zeitungsberichte etc.) werden nun ausgewertet und in die Dokumentation der Historie einfließen. Einen besonderen Dank richten wir an Frau Else Klump und Frau Prof. Dr. Christa Paulini für ihre Schenkungen an das Historische Archiv, deren Inhalte weitere Lücken schließen werden.

 

Historisches Archiv wächst - Schenkung von Frau Elisabeth Seehusen

Dr. Claudia Wiotte-Franz und Michael Leinenbach im Archiv des DBSH

Im Juni 2015 erhielt das "Historische Archiv" des DBSH eine Schenkung bedeutsamer Unterlagen aus der Nachkriegszeit der Verbände des Nordens von Frau Elisabeth Seehusen.


"Die Unterlagen der Schenkung sind wesentliche Puzzele in der Aufarbeitung der Historie des DBSH", so Dr. Claudia Wiotte-Franz. Dank der Schenkung von Frau Seehusen können nun die Entwicklungen der unterschiedlichsten Berufsverbände und Berufsvereine nach dem Zweiten Weltkrieg in der britischen und amerikanischen Zone sowie die Versuche, einen gemeinsamen Verband zu gründen, nachvollzogen werden.
Auch beinhaltet die Schenkung die Tagungsdokumentation "40-Jahrfeier des Amtes für Familienfürsorge in Kiel" vom 29.09 bis 01.10.1960, die am Beispiel des "Kieler Modells", das zum Vorbild vieler Städte wurde, die Entwicklung und den Wandel der Aufgaben der Familienfürsorge Innern verschiedenen Referaten aufzeigte sowie weitere komplette Tagungsdokumentationen des DBSH Landesverband Schleswig-Holstein.
"Die Unterlagen im Original von Frau Seehusen bilden einen besonderen Schatz mit unschätzbaren Wert, der dem DBSH überlassen wurde", so der Bundesvorsitzende Michael Leinenbach.


Der DBSH bedankt sich recht herzlich bei Elisabeth Seehusen für die Schenkung der für den DBSH und dessen Verständnis in der eigenen Sache so wichtigen Originale.

Die Zeit ist gekommen - Soziale Arbeit beschäftigt sich mit ihrer dunkelsten Seite

Dr. Claudia Wiotte-Franz in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

(20.06.2015)

Das Berliner Institut für christliche Ethik, die Diakonie Deutschland, der Deutsche Caritasverbandes sowie das Diakonie Wissenschaftliche Institut hatten am 11. Juni zunächst zu einem wissenschaftlichen Symposium und später zu einer Gedenkveranstaltung unter dem Titel "Zwischen Anpassung und Widerstand: Soziale Arbeit (der Kirchen) während der NS-Zeit"  eingeladen. Als Vertretung des DBSH nahmen Dr. Claudia Wiotte-Franz und Michael Leinenbach Teil, die derzeit das "Historische Archiv" des DBSH aufbauen und das später für Bildungszwecke genutzt werden soll.

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Die Zeit ist gekommen - Artikel 386 kB Die Zeit ist gekommen - Artikel

Einblicke ins historische Archiv

Stand April 2015

Verfasst von Michael Leinenbach

Am Rande einer Arbeitstagung des DBSH konnten Funktionsträger des DBSH erste Einblicke über den Stand der Arbeiten im "historischen Archiv" des DBSH erhalten. Neben der Besichtigung des Archivraumes und der dort sortierten historischen Unterlagen sowie neu angelegten Bibliothek erläuterte Dr. Claudia Wiotte-Franz den Stand der Forschung. 

"Es ist uns wichtig die Verbandsgeschichte im Kontext der Entwicklung der Sozialpolitik, heißt vom "Almosenwesen" bis hin zur "Inklusion" zu sehen", so Dr. Claudia Wiotte- Franz. Nur die verbandliche Entwicklung zu betrachten ist, alleine durch die unterschiedlichsten Vorgängerverbände sowie die Ereignisse, die überhaupt eine Entstehung solcher Verbände ermöglichen, hier zu kurz gegriffen. Will man die Historie sowie deren Entstehung verstehen muss daher der Blick zurück geworfen und die unterschiedlichsten Entwicklungsphasen betrachtet werden.

4. Arbeitswochenende im historischen Archiv

(Stand März 2015)

So langsam geht's voran. Nachdem die Unterlagen der Bundesebene sortiert sind geht's nun an die Erstellung des historischen Ablaufes. Um jedoch die verschiedensten Prozesse in den Vorgängerverbänden nachvollziehen zu können, bedarf es der parallelen Betrachtung der jeweiligen Ereignisse der Zeit. So wirkte die Frauenbewegung im 19. Jahrhundert (u.a. die proletarische Frauenbewegung), die Bismarcks' sche Sozialgesetzgebung, der Erste und Zweite Weltkrieg und viele weitere Ereignisse und Epochen sich auf die Entstehung und Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit aus.

Nun heißt es das Puzzle nach und nach zusammen zu setzen um die Prozesse nachvollziehen zu können.

Parallel dazu werden die Landesverbände gesichtet:

Saarland

Die besondere Situation des Saarlandes zeigt wie auch in der deutschen Geschichte historische Unterschiede zum Bundesverband. Bereits 1920 bis 1935 war das „Saargebiet“ (so der damalige Name) unter der Verwaltung des Völkerbundes und hatte auch hier eine eigene Entwicklung. In dieser Zeit (1925) bestand auch bereits eine Landesgruppe Saarland des DVS unter dem Vorsitz von Olga Schmitz
Auch in den Jahren zwischen 1947 und 1957, zur Zeit der Autonomie des Saarlandes, wurde die Soziale Arbeit durch die besondere Situation zwischen Deutschland und Frankreich liegend geprägt.
Nach jetziger Kenntnis bestand in der Zeit des autonomen Saarlandes (1947 bis 1957) ein eigener Verband der „Saarländischen Sozialarbeiter“ („Berufsverband saarländischer Fürsorgerinnen e.V.“), der dann nach dem Anschluss des Saarlandes an die Bundesrepublik in den DBS („Deutscher Berufsverband für Sozialarbeiter“) eintrat.

Hamburg

Der zweite Landesverband der gesichtet werden konnte war Hamburg. Interessant an Hamburg ist die aktive Mitwirkung in politischen Prozessen der Hansestadt. Ob zur Jugendhilfe, der Ausgestaltung von Einrichtungen, der Landesverband Hamburg war oft in Anhörungen, verfasste Resolutionen und führte Gespräche. Ein besonderes Augenmerk legte der Landesverband bereits immer schon auf die Kinder- und Jugendhilfe, der er sich sehr verbunden fühlt. Gleichzeitig gab es monatliche Vorträge und Weiterbildungen, Besuche von sozialen Einrichtungen in der Stadt, wurden vom Landesverband Bildungsreisen in Europa durchgeführt, Kollegen_innen nahmen an internationalen Kongressen teil. Auch hatte der Landesverband in seinen frühen Zeiten eine rege Nähe zu Gilde der Sozialen Arbeit. 
Sehr gut ist die Geschichte des LV Hamburg nach 1958 dokumentiert. Offen bleibt zunächst, was in den vorausgegangen Jahren war, u.a. die Landesgruppe Hamburg im DVS im Jahr 1930?


Mecklenburg-Vorpommern


Über den Landesverband Mecklenburg-Vorpommern liegt abgeschlossene eine Chronik "DBSH Mecklenburg-Vorpommern 1990 -2010" von unserem Kollegen Klaus-Peter Glimm bereits vor. diese wurde bereits in die historische Bibliothek des DBSH aufgenommen.

Der Geschichte des DBSH auf der Spur

(Stand Okt. 2014)

Neben Aktenforschung und der Sichtung der Unterlagen, Broschüren, Bücher u.ä. der letzten mehr als 100 Jahre sind auch Zeitzeugengespräche von äußerster Notwendigkeit.

Zeitzeuge des DBSH der aktiv am Zusammenschluss von den Vorgängerverbänden DBS und BSH zum DBSH beteiligt war, ist der frühere langjährige Bundesgeschäftsführer des DBSH Volker Schneider.

Am 10.10.14 konnte Dr. Claudia Wiotte-Franz ein erstes Gespräch mit Volker Schneider führen und sich so die Entwicklung des DBSH sowie alles rund um den Zusammenschluss berichten zu lassen.

Die Wurzeln des DBSH

(Stand April 2014)

Alles im Leben hat Wurzeln. So auch die professionelle Soziale Arbeit. "Die Vergangenheit ist immer gegenwärtig" - so Maurice Maeterlinck.

Auch der DBSH hat seine Wurzeln und ist dabei in der Bundesgeschäftsstelle ein historisches Archiv aufzubauen. Zunächst heißt es einmal sichten, prüfen und einen Überblick zu erhalten.

Frau Dr. Wiotte-Franz (Erziehungswissenschaftler in und Historikerin) - Mitglied im DBSH LV Saar, Mitglied im Vorstand der dbb Frauenvertretung Saar sowie zuständige Ansprechpartnerin für Mibestimmungsfragen hat sich bereit erklärt eine erste Sichtung durchzuführen.

Und interessantes kommt zu Tage. Das Gründungsprotokoll des BSH von 1978 sowie die Originalsatzung der Gründung des DBSH, die bereits am 24. Juli 1993 stattfand.

Der bisher geglaubte Zusammenschluss zum DBSH im Jahr 1994 fand somit bereits im Jahr 1993 in Frankfurt statt. Im Jahr 1994 lösten sich dann wohl erst die Vorgängerverbände auf.

Es wird spannend sein was noch alles gefunden wird....

Vita von Claudia Wiotte-Franz