(K)ein Sprung ins kalte Wasser?

Berufseinmündung in die Soziale Arbeit – eine berufspolitische Einschätzung des DBSH

(Stand März 2014) von Tobias Zinser

Das Studium ist abgeschlossen, die Bachelor-Urkunde frischgedruckt, der Arbeitsvertrag unterschrieben. Doch was nun? Wer unterstützt beim Berufseinstieg? Wie die gelernte Theorie in Praxis umwandeln? Wer hilft, wenn es nicht so rund läuft, wie in den Lehrbüchern beschrieben? Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) kritisiert in diesem Zusammenhang die Verkürzung der Praxisphasen beim Bachelor-Studium der Sozialen Arbeit und schlägt ein bundeseinheitliches Berufseinmündungsjahr vor.

Geplante Einstellung der Förderung von CIP und ISP durch das BMFSFJ

(Stand Juli 2012)

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend plant die Einstellung der Förderung des Council of International Fellowship (CIP) sowie des Internationalen Studienprogrammes für Fachkräfte der Jugendhilfe (ISP).

Der DBSH spricht sich in einem offenen Brief an Ministerin Schröder klar gegen das Vorhaben aus und fordert sie auf, die Entscheidung des Ministeriums zu überdenken und hierfür auf die fachpolitischen Kompetenzen des DBSH zurück zu greifen. 

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Offener Brief an Ministerin Schröder 841 kB Offener Brief an Ministerin Schröder

Stellungnahme des DBSH zur Studienstruktur nach Umsetzung des Bologna-Prozess

(Stand 2010)

Die neue Studienstruktur hat bislang nicht die erhofften Verbesserungen für den Beruf gebracht. Verkürzte Studienzeiten und der ohne Mehrpersonal zusätzlich erfolgte Aufbau von Master-Studiengängen haben nicht nur für die Studierenden fatale Folgen. Bisherige Praxissemester oder das einjährige Anerkennungsjahr wurden vielerorts durch nur noch 100 Tage Praktikum ersetzt, um das Studium zu verkürzen. Damit stehe die staatliche Anerkennung des Berufes heute nur noch auf dem Papier, viele BerufsabsolventInnen kennen kaum die Praxis und sehen sich mit ihrer Verantwortung überfordert.

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Stellungnahme des DBSH zum Entwurf eines Berufsbildes „Schuldnerberatung“ der Arbeitsgemeinschaft der Schuldnerberatungs-Verbände (AG SBV)

(Stand Mai 2002)

Mit großem Interesse haben wir die Bemühungen der Arbeitsgemeinschaft der Schuldnerberatungsverbände (AG SBV) um die Verbesserung der Handlungskompetenz und der Fachlichkeit/ Professionalität der Schuldnerberatung verfolgt und auch unterstützt. 
Nunmehr hat die Arbeitsgemeinschaft den Entwurf eines Berufsbildes „Schuldnerberatung“ vorgelegt und zur Diskussion gestellt.
Danach sollen die im Papier genannten Studienabschlüsse gleichwertig wie  das abgeschlossene Studium der Sozialarbeit  eine Zugangsmöglichkeit für die Tätigkeit der Schuldnerberater bilden.

Tatsächlich sind zur Zeit im Feld der Schuldnerberatung Beraterinnen und Berater mit unterschiedlichen Berufs- und Studienabschlüssen tätig. Auf den ersten Blick scheint es verständlich, wenn die AG SBV das Arbeitsfeld der Schuldnerberatung unter Einbeziehung der vorhandenen Beraterstruktur vertritt, die neben der größten Gruppe der Angehörigen der Profession Soziale Arbeit, auch Beraterinnen und Berater in der Schuldnerberatung mit Studienabschlüssen der Rechtswissenschaften, Betriebswirtschaft, Ökotrophologie und Soziologie umfasst.

Berufspolitisch schädlich, fachlich nicht nachvollziehbar und das Arbeitsfeld selbst entwertend ist es aber, wenn diese Heterogenität zum Anlass dafür genommen wird, einen eigenen Beruf zu kreieren. Völlig unverständlich ist es, wenn einerseits  die Kernkompetenzen Sozialer Arbeit als Grundlage für diesen „Beruf“ gewählt werden,  um sie dann   andererseits wieder dadurch abzuwerten, dass als Qualifikationsnachweis eine Fortbildung statt eines Studiums der Sozialen Arbeit  ausreicht.

Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier.