Promotion in der Sozialen Arbeit! - Aber wie?

In den letzten Jahren stieg die Zahl von Diplom-/ und Master-Absolvent/innen kontinuierlich an, die sich für eine Promotion interessieren. Durch die Vereinheitlichung der Studienlandschaft im Rahmen des Bologna-Prozesses und der formalen Gleichsetzung der Masterabschlüsse an Hochschulen und Universitäten, eröffneten sich neue Möglichkeiten.

Der DBSH unterstützt das Bestreben der Promotionsinteressierten und bemüht sich um einen engen Austausch mit der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) und anderer Gruppen, die sich mit dem Thema "Promotion in der Sozialen Arbeit" befassen. Enger Kontakt besteht insbesondere zur Fachgruppe Promotionsförderung der DGSA: http://www.dgsainfo.de/fachgruppen/promotionsfoerderung.html

Der DBSH setzt sich dafür ein, dass Möglichkeiten, im Bereich der Sozialen Arbeit zu promovieren, ausgebaut werden. Die soll die Situation der Forschung verbessern, aber auch dazu führen, dass eigener Nachwuchs für die Praxis und Lehre gewonnen werden kann. Den Fachhochschulen ist ein eigenständiges Promotionsrecht einzuräumen.

An einer Promotion interessierte Kolleg/innen können sich auf folgender Homepage von Prof. Dr. Rudolf Schmitt informieren und viele wichtige Hinweise finden:

https://f-s.hszg.de/personen/rudolf-schmitt/promotion-nach-fh-abschluss.html

Hier kann auch eine monatliche Promotions-Rundmail abonniert werden. 

Darüber hinaus möchten wir auf eine Facebook-Gruppe hinweisen, die sich ebenfalls mit diesem Thema befasst: 

https://www.facebook.com/groups/166925063403287/

Warum promovieren - persönliche Statements

Noch im Bachelor-Studium an der Hochschule Koblenz trat ich sowohl der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit als auch dem Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit bei. Meine Intention war, über den Tellerrand meines Studiums hinauszuschauen und sowohl Wissenschaftler_innen als auch Praktiker_innen kennen zu lernen, die sich mit der Wissenschafts- und Praxisentwicklung Sozialer Arbeit beschäftigen. Besonders interessant fand ich dabei die Weiterentwicklung der Sozialarbeitswissenschaft und des Studiums inklusive seiner hochschulpolitischen Rahmung. Durch erste Lehraufträge und intensivem Austausch in der Gesellschaft bzw. in dem Verband war für mich schnell klar, dass ich gerne in die Lehre gehen möchte. Gerade dann, wenn man etwas in Wissenschaft und Studium ändern oder verbessern will, so ist dies am ehesten als Teil des Systems möglich. Davon abgesehen macht es enormen Spaß zu lehren und angehenden Sozialarbeiter_innen wissenschaftliche und normative Aspekte Sozialer Arbeit nahe zu bringen, ihre Hochschulsozialisation zu begleiten, zu der Entwicklung eines professionellen Habitus beizutragen und letztlich eine professionelle Praxis zu sichern. Um mein Ziel zu erreichen habe ich mich schon zu Beginn meines Master-Studiums an der Frankfurt University of Applied Sciences für eine Promotion entschieden. Denn diese ist eine Voraussetzung für die Berufung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Neben der fachlichen Leistung sehe ich meine Promotion ebenso als persönliche Leistung an, die mich als Mensch weiterbringt. 

Jens M. Schneider (Junger DBSH Hessen)