Aus- und Weiterbildung - das Fundament für eine gelingende Soziale Arbeit der Zukunft

Die Auseinandersetzung mit den Ausbildungsinhalten und -bedingungen der Sozialen Arbeit ist einer der Arbeitsschwerpunkte des DBSH. In Studium und Ausbildung werden die Grundlagen für das spätere professionelle Wirken und die berufliche Identität gelegt.

Der DBSH hat in den letzten Jahren verschiedene fachpolitische Stellungnahmen un Forderungen formuliert, um auf diese Weise die sich stets im Wandel befindliche Ausbildungslandschaft im sozialen Bereich zu begleiten, sowie die Vermittlung professionelle Grundlagen im Rahmen von Lehre und Ausbildung zu garantieren.

Die Ausbildung hat in der Sozialen Arbeit Theorie- und Handlungskompetenz zu vermitteln. Sie hat sich kritisch mit politischen und sozialen Entwicklungen unter Einbeziehung von Wertepositionen hinsichtlich der Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens auseinanderzusetzen.

Fort- und Weiterbildung für die Profession Soziale Arbeit steht in einer Zeit der Destabilisierung menschlicher Bezugssysteme vor einer doppelten Herausforderung. Sie ist selbst Legitimations- und Sparzwängen ausgesetzt, muß aber den gesellschaftlichen Wandel begleiten und adäquate Handlungs- und Aktivierungskonzepte anbieten.

 

Der DBSH nimmt Einfluß auf die Ausbildung und das Studium der Profession Soziale Arbeit. Er gestaltet aktiv die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsstätten und Hochschulen.

Der DBSH erachtet es als unabdingbar, die Forschung im Fachbereich Soziale Arbeit zu forcieren. Sie ist wesentlich, um das Praxis-Handeln und die Theorie Sozialer Arbeit empirisch zu fundieren und weiterzuentwickeln.

Die Profession Soziale Arbeit erfordert, daß sich die Beschäftigten weiterbilden, fachliche Beratung in Anspruch nehmen und sich der Kritik stellen.

Der DBSH fordert die Freistellung der Fachkräfte sowie die Übernahme der Kosten für arbeitsfeldbezogene Fortbildung, fachliche Beratung und Supervision durch die jeweiligen Anstellungsträger.

  

Wo immer soziale Leistungen wie Betreuung, Beratung, Bildung, Erziehung oder Pflege erforderlich werden, braucht es gut ausgebildete, verantwortungsbewusste und engagierte Fachkräfte.

Dennoch wird, trotz absolut steigender Zahl der Beschäftigten und einem sich abzeichnenden Fachkräftemangel, an Personalentwicklung und Bezahlung des Fachpersonals gespart. Neben Versuchen der Minderzahlung und des Abbaus von tariflichen und arbeitsvertraglichen Bindungen mehren sich die Versuche, sozialpädagogische Angebote zu standardisieren und mit geringer qualifizierten Kräften zu besetzen. Die Tätigkeitsfelder der Sozialen Arbeit selbst beschränken sich in diesem Szenario auf abrechnende, personalwirtschaftlich-anleitende und auf Fallmanagement-Aufgaben.

Um den sich abzeichnenden Qualitätsverlust Sozialer Dienste zu verhindern, bedarf es wieder einer Praxisgestaltung, die den Ansprüchen einer ganzheitlich orientierten Sozialen Arbeit in ihrer komplexen Auftragsgestaltung gerecht werden kann.

Zum Wohl der Nutzer Sozialer Dienste setzt sich der DBSH daher für verbindliche Qualitätsstandards der Profession in Erziehung, Bildung, Pflege und Gesundheit ein. Grundlage für jegliche Qualitätsstandards ist zunächst die grundständige Ausbildung der Profession.